TATORT > PARADIES

> Kreuznacher Paradies Riesling > Sich auf diesen Riesling einzulassen, ist gewiss ein lohnendes Unterfangen: In der Nase zunächst verschlossen, zeigt er zaghaft den Duft von weißen und gelben Blüten. Nach längerem Schwenken eröffnen sich zarte Aromen von weißem Pfirsich, Mango, Honigmelone, Curry und süßen Kräutern. Am Gaumen angenehm trocken, wird die zarte Frucht mit feiner Süße raffiniert unterlegt. Hinzu kommen seidige Textur, Mineralität, ein schlanker, feingliedrig komplexer Fruchtkörper sowie ein langer, druckvoller Nachhall. Ein Nahewein-Riesling von weicher Säure – mit enorm viel Stringenz.

Terroir: Diese Einzellage liegt direkt neben dem Stadtteil Bosenheim im Weinland Nahe. Der Boden besteht aus kalkhaltigem Tonschlamm (Mergel) – ideal für einen fruchtigen Rieslingtyp mit abgepufferter Säure. Erdgeschichtlich handelt es sich hierbei um Meeressediment mit fossilen Anteilen, dessen Ursprung Jahrtausende zurück ins Tertär reicht: Damals waren weite Teile des Nahegebietes vom subtropischen Meer des Mainzer Beckens bedeckt. 

Speiseempfehlung: Seeteufel-Carpaccio mit Limetten-Vinaigrette, luftgetrockneter Schinken, pochierter Süßwasserfisch, Reibekuchen mit gebeiztem Lachs und Crème Fraiche, oder: Safranrisotto mit einem Schuss Riesling, serviert mit gebratenen Scampis.

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> Höllenpfad

Kalkhaltiger, feinkörniger Sandstein, Wüstensediment des Rotliegend.

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> Johannisberg

Querterrassiertes Hochplatteau, Kiessand/Kieslehm, Wüstenrand-Ursprung.

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> Steinrossel

Hanglage, Wüstenboden (Rotliegend) mit umgelagerten Schieferanteilen.

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> Kahlenberg

Meeresboden (Tertiär). Sand-Lehm Verwitterungen über dem Sandstein.

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> Brückes

Verwitterungsboden aus kalkhaltigem Kies und Lehm. Dünne Lößüberdeckung.

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> Paradies

Meeressediment des Tertiär, mit fossilen Anteilen. Kalkhaltiger Ton (Mergel).

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